Jedes Jahr führen wir Radfahrertests im ganzen Kanton Bern durch. Dabei überprüfen wir, ob die Schülerinnen und Schüler das nötige theoretische Wissen haben und sich auf der Strasse auch richtig verhalten.

Radfahrertest im Kanton Bern

Das richtige Verhalten mit dem Velo auf der Strasse üben die Kinder bereits in der 2./3. Klasse beim Unterricht im Verkehrsgarten. Dort können sie gefahrlos das Fahren im simulierten Strassenverkehr üben, bevor es in der 4. Klasse mit der praktischen Ausbildung auf der öffentlichen Strasse weitergeht. Der Radfahrertest, im Volksmund auch Veloprüfung genannt, wird grundsätzlich in der 5., teilweise in der 6. Klasse absolviert und besteht aus einem theoretischen und praktischen Teil.

Eine gute Vorbereitung: der Schlüssel zum Erfolg

Die Schülerinnen und Schüler werden gezielt durch uns Verkehrsinstruktorinnen und -instruktoren auf diese Prüfung vorbereitet, sowohl in der Theorie als auch in der Praxis. Nebst der Wiederholung im Schulzimmer besichtigen wir zum Beispiel auch die eigentliche Prüfungsstrecke.

Dies allein reicht zur Vorbereitung jedoch nicht aus. Damit die Kinder den Radfahrertest ohne Angst und Stress absolvieren können, sind wir auf die Unterstützung der Lehrpersonen und vor allem der Eltern angewiesen. Nur wenn sie diese auch bekommen und die Strecke genau kennen, können sie den Radfahrertest erfolgreich absolvieren und erhalten so ein unvergessliches Erlebnis.

Den theoretischen Test absolvieren die Schüler/-innen im Unterricht auf www.radfahrertest.ch. Anhand von 25 Fragen wird überprüft, ob die Schülerinnen und Schüler über das nötige Wissen verfügen, um sicher am Strassenverkehr teilzunehmen. Der Test darf maximal 20 Minuten lang bearbeitet werden und höchstens fünf Fehler beinhalten.

Radfahrtest: Heute ist der grosse Tag

Heute ist der grosse Tag

Es ist soweit und der Tag des Tests ist gekommen. Die Klassen treffen nach und nach am Start ein. Vor dem Test kontrollieren wir die Velos auf die vorschriftsgemässe Ausrüstung und geben den Schülerinnen und Schülern letzte Tipps mit auf den Weg. Manche Kinder nehmen es locker, andere sind nervös oder haben sogar ein bisschen Angst. Nicht selten kommt die Frage «Herr Oesch, was isch weni nid beschtah?». Mit etwas pädagogischem Geschick und Einfühlungsvermögen konnte ich aber die Schülerinnen und Schüler bis anhin immer beruhigen und ihnen somit zum Erfolg verhelfen.

Jede Minute startet ein Kind und begibt sich auf die vorgegebene Strecke. Unterwegs trifft es auf einige Kontrollposten, wo zum Beispiel das korrekte Linksabbiegen oder das Befahren eines Kreisverkehrsplatzes überprüft wird. Die Person am Kontrollposten notiert allfällige Fehler vor Ort auf der gelben Karte, die vor dem Start am Fahrrad angebracht wurde. Im Ziel angekommen, begibt sich das Kind mit der gelben Karte zur zuständigen Verkehrsinstruktorin oder zum zuständigen Verkehrsinstruktor. Dort erfährt es direkt die Anzahl der gemachten Fehler und ob die Prüfung somit bestanden wurde oder nicht. Wie bei der theoretischen Prüfung gilt auch beim praktischen Test: höchstens fünf Fehler sind erlaubt.

An den Prüfungstagen bin ich mir sicher, einer der schönsten Berufe zu haben. Wo sonst sieht man an einem Tag so viele glückliche Kindergesichter?

Radfahrertest: Eine gute Vorbereitung der Schlüssel zum Erfolg

Und was wenn ein Kind mal nicht besteht?

Mit dem Radfahrertest wird primär die Verkehrssicherheit gefördert. Wenn ein Kind den Test nicht besteht, ist es unser Ziel, dieses gezielt zu unterstützen. Mit einem Brief machen wir die Eltern darauf aufmerksam, dass ihre Tochter oder ihr Sohn die Anforderungen noch nicht erfüllt hat und bieten eine entsprechende Nachschulung an.

Weitere Informationen

Auf unserer Seite zum Thema Schulweg finden Sie weitere nützliche Informationen zum Thema: Kinder und Schulweg