Prävention auf vier Rädern: Unser Infomobil enthält Informationsbroschüren, Flyer und anderes Präventionsmaterial zu zahlreichen Themen. Es kann innert kurzer Zeit zu einem Stand umfunktioniert werden und ist somit flexibel für die Präventionsarbeit einsetzbar – wo und wann immer es gerade nötig und sinnvoll ist.

Ich begleite heute zwei Mitarbeitende unserer Prävention mit dem Infomobil in der Region Bern, André Weber und Christina Reusser. Sie wollen auf das Thema Einbruchdiebstahl aufmerksam machen. Wir fahren dazu nach Gümligen zu einem Einkaufszentrum. Dort ist morgens immer viel los und man kann viele Leute mit den Präventionstipps erreichen.

Infomobil bietet viele Möglichkeiten

Wir parkieren unser Infomobil beim Einkaufszentrum. Der Kofferraum gleicht einer grossen Kommode mit zahlreichen Schubladen, darin befindet sich Präventionsmaterial zu unterschiedlichsten Themen. Für den heutigen Anlass wählen André Weber und Christina Reusser die Broschüren und Flyer zum Thema Einbruchschutz.

«Unser Infomobil bietet bei Bedarf auch die Möglichkeit, eine Store auszufahren und einen richtigen Stand aufzubauen – sogar mit einem Fernseher, um Videomaterial zu zeigen», erklärt André Weber, der schon viele Jahre bei der Prävention tätig ist.

«Was ich Sie noch fragen wollte …»

Das Infomobil fährt jede Woche in eine andere Region des Kantons und kann dort nach Belieben eingesetzt werden. Abgesehen von den Präventionsaktionen kommt das Mobil oft bei örtlichen Messen oder Märkten zum Einsatz.

Wer mit dem Infomobil unterwegs ist, muss auf alle möglichen Fragen gefasst sein und deshalb ein breites Wissen haben. Die Passanten machen meist gerne Gebrauch von der Möglichkeit, mit den Polizistinnen und Polizisten ins Gespräch zu kommen. André Weber weiss: «Viele haben Hemmungen, auf einer Wache anzurufen oder persönlich vorzusprechen, um eine Auskunft zu verlangen oder sich beraten zu lassen. Wenn wir mit dem Infomobil unterwegs sind, gehen wir aktiv auf die Leute zu und können uns Zeit für ihre Fragen nehmen. Zeit, die einer normalen Patrouille oft fehlt, wenn sie einen spezifischen Auftrag oder Einsatz hat.»

Tipps zum Schutz vor Einbrüchen

Vor dem Einkaufszentrum kommen wir mit vielen Leuten ins Gespräch. «Gerade in den Wintermonaten, wenn es früh eindunkelt, sollten Sie zu Hause Ihre Anwesenheit signalisieren», rät Christina Reusser einem älteren Herrn, der in einem Einfamilienhaus wohnt und fügt an: «Sie können beispielsweise mit Zeitschaltuhren unterschiedliche Lichtquellen auf mehreren Etagen aktivieren.»

Ein anderer Mann, mit welchem wir ins Gespräch kommen, weiss als ehemaliger Fensterbauer bereits, dass Kippfenster eine Einladung für Einbrecher bedeuten. André Weber ergänzt: «Auch Mitteilungen über Ihre Abwesenheit oder Ihren aktuellen Aufenthaltsort – ob an der Tür oder auf Social Media – sollten Sie unterlassen».

Eine gute, aufmerksame Nachbarschaft kann zudem ein sehr wirksamer Schutz gegen Einbrecher sein. So sollten Sie beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus fremde Personen im Treppenhaus stets ansprechen.

Eine dankbare Aufgabe

Dass die Präventionsarbeit auf offene Ohren stösst, habe ich an diesem Morgen selber erlebt. Die meisten Leute sind uns sehr positiv begegnet und haben die Präventionstipps dankend entgegengenommen. André Weber macht seine Arbeit dementsprechend gerne und schwärmt: «Wir haben einen sehr schönen Job. Meist werden wir freudig empfangen, die Leute bedanken sich oft und wir führen gute Gespräche mit Jung und Alt».

Dieser Austausch ist auch heute Morgen in Gümligen gelungen und die leeren Broschüre-Schubladen im Infomobil bedeuten hoffentlich, dass wir unsere Ratschläge zum Einbruchschutz weitherum verbreiten konnten.

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