Wer hilft Ihnen, wenn Sie plötzlich in Not geraten – und wie? Am gemeinsamen Tag der offenen Tür «Rettungsmeile» haben wir mit der Berufsfeuerwehr Bern, dem Zivilschutz und der Sanitätspolizei einen Einblick in unseren Berufsalltag ermöglicht.

Der Samstag 26. August 2017 stand ganz im Zeichen der «Rettungsmeile»: Verschiedene Blaulichtorganisationen haben ihre Tore für die Öffentlichkeit geöffnet und so einen Einblick in ihre Arbeit ermöglicht. Unter den zahlreichen Besucherinnen und Besucher fanden sich insbesondere viele Familien mit Kindern – und gerade die kleinen Gäste durften sich auf viele spannende Aktivitäten freuen.

Wie Blaulichtorganisationen zusammenarbeiten

Im Rahmen des Tagesprogramms wurden verschiedene Gefahrensituationen gezeigt und natürlich auch, wie sie von den Helferinnen und Helfern in der Not gehandhabt werden: Vormittags zum Beispiel stand eine Höhenrettung auf dem Programm. Ein Gleitschirmflieger hatte sich in einem Stahlseil verfangen und wurde durch die Rettungskräfte unverletzt geborgen.

Nach dem Mittag fand die Grossübung «Verkehrsunfall» statt, in der sich ebenfalls gewiss niemand aus dem Publikum im echten Leben wiederfinden möchte. Im nachgestellten Szenario waren zwei Autos mit insgesamt drei Insassen kollidiert. Die Personen waren teils verletzt und eingeklemmt. Zwei unserer Mitarbeitenden übernahmen die Rollen des Einsatzkoordinators (EK-Front) und des Einsatzleiters (EL-Fall). Durch die Berufsfeuerwehr Bern und die Sanitätspolizei Bern wurden die Verletzten geborgen. Um die gemäss Szenario eingeklemmten Passagiere zu befreien, öffnete die Feuerwehr bei einem Unfallfahrzeug eine Seite und beim anderen das Dach.

Eine Rettung braucht viel mehr Hände und Augen, als man denkt

Während der Rettung dokumentierte die Polizei die Unfallsituation mit Fotos, führte Befragungen durch und gewährleistete die Spurensicherung. Ausserdem koordinierten der EK-Front der Polizei, der Einsatzleiter der Feuerwehr und der Einsatzleiter der Sanitätspolizei die Arbeiten mittels Abspracherapporten – genau so, wie sie bei einem Ernstfall auch durchgeführt werden.

Neben den beiden Rettungsdemonstrationen standen auch Einblicke in die Brandbekämpfung, Rundfahrten mit Feuerwehrfahrzeugen und – ein Highlight für viele – die Besichtigung eines Rega-Helikopters auf dem Programm.

Viele Fragen beim Präventionsstand der Kapo

Bei unserem Präventionsstand stellten sich Simon Herren von der Kriminalprävention, Stephan Nobs von der Verkehrsprävention sowie Christian Moser und ich von der uniformierten Polizei den Fragen der Besucherinnen und Besucher. Die Gesprächsthemen waren vielfältig. Wie so oft betraf ein grosser Anteil strassenverkehrsrechtliche Fragen. Aber auch das Anforderungsprofil für Bewerbungen als Polizistin oder Polizist, als Mitarbeitende beim Botschaftsschutz oder beim Verkehrsdienst ist immer ein präsentes Thema, ebenso wie der Arbeitsalltag eines Polizisten.

Daneben nutzten die Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich bei uns persönlich über Einbruchsprävention oder aktuelle Themen der Cyberkriminalität, wie Mobbing per Social Media Plattformen oder Betrugsfälle im Internet zu informieren.

Einmal im Polizeiauto sitzen – freiwillig

Ausserdem durften sich unsere Gäste auch einmal in ein Polizeiauto setzen – und das sogar freiwillig. In einem vollständig ausgerüsteten Van wurde vornehmlich von den jungen Besuchern jeder Sitzplatz erkundet und das mitgeführte Material inspiziert. Über unsere Ausrüstung habe ich in meinem letzten Blogbeitrag berichtet.

Das Ende des Anlasses kam viel zu schnell – um 16.00 Uhr wurden die Tore wieder geschlossen für dieses Mal. Zurück blieben viele positive Impressionen, interessante Gespräche und leuchtende Kinderaugen.

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