Jeder weiss es… eigentlich: Wer im Dunkeln ohne Licht unterwegs ist, gefährdet sich selbst und andere. Deshalb sind wir insbesondere in der dunklen Jahreszeit unterwegs und machen auf fehlende Sichtbarkeit aufmerksam. Gemeinsam mit einem Velomechaniker bringen wir manchmal sogar Licht ins Dunkel.

Ihre Sichtbarkeit und damit Sicherheit liegt uns am Herzen; Ihnen hoffentlich auch. Denn wer im Strassenverkehr gut sichtbar ist, verringert das Risiko, übersehen und in einen Unfall verwickelt zu werden. Darum sind wir besonders in der dunklen Jahreszeit präventiv unterwegs und sprechen über Sicherheit, vor allem mit Velo- bzw. E-Bike-Lenkenden und Fussgänger/-innen.

Heute haben Michael Baum von der Verkehrsprävention und seine Kollegen zusätzliche Verstärkung in der Person eines Velomechanikers dabei. Kleinere Defekte am Licht wird er während der Kontrolle kostenlos reparieren, ausserdem räumt er mit gewissen Vorurteilen auf.

Nicht jedes Licht ist gutes Licht

Seit einigen Jahren gibt es Anstecklichter zu kaufen, die neben ruhendem Licht auch auf «Blinken» eingestellt werden können. Manche denken, dass die blinkenden Lichter besser seien als ruhende. Diese Annahme ist aber falsch: Das Gesetz schreibt ein ruhendes Licht vor, vorne weiss, hinten rot.

Zusätzlich noch ein blinkendes Licht zu tragen, ist nicht verboten, aber auch nicht vorgeschrieben. Es gibt jedoch auch Gründe dagegen, erklärt der Fachmann: «Andere Verkehrsteilnehmende können das blinkende Licht missverstehen und annehmen, dass jemand abbiegen möchte.» 

Reflektoren bieten Schutz, wenn das Licht nicht funktioniert

Bei älteren Velomodellen sind die Reflektoren in den fest montierten Velolampen integriert. Dies ist heute nicht immer der Fall. «Reflektoren fehlen heute leider häufig an den Velos. Dabei sind diese äusserst wertvoll. Während unserer Aktion nimmt er deshalb nicht nur kleinere Reparaturen vor, er klebt auch häufig Reflektoren auf die Velos der Bürgerinnen und Bürger. Vorne weiss, hinten rot, – so schreibt es das Gesetz vor. Er ergänzt: «Selbstverständlich muss man dabei auch darauf achten, dass die Reflektoren nicht durch das Schutzblech oder andere Gegenstände verdeckt werden. Das gilt auch für die Anstecklichter.»

Auch Fussgänger als Zielgruppe

Die Präventionsaktion richtet sich aber nicht nur an Lenker/innen von Velos sondern auch an Fussgängerinnen und Fussgänger. In der dunklen Jahreszeit können auch sie schnell einmal übersehen werden, besonders wenn sie dunkle Kleidung ohne Reflektoren tragen.

Michael Baum von der Verkehrsprävention Seeland-Berner-Jura rät: «Auch wenn man als Fussgänger/-in in manchen Situationen Vortritt hat, sollte man sich insbesondere bei Dämmerung und in der Nacht bewusst sein, dass man von Fahrzeuglenkenden eventuell nicht gesehen wird. Verzichten Sie lieber einmal auf Ihr Vortrittsrecht und warten Sie ab, bis Sie sicher sind, dass die Fahrzeuglenkenden anhalten.»

Positives Fazit

Während der heutigen Aktion durften wir viele interessante Gespräche mit Bürgerinnen und Bürgern führen. Diejenigen, die ohne Reflektoren oder mit defektem Licht unterwegs waren, werden die Beratung hoffentlich nutzen, um sich auszustatten – ihrer eigenen und der Sicherheit anderer zuliebe.

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Nebst den präventiven Massnahmen führen wir im ganzen Kanton mit Blick auf die Sichtbarkeit auch gezielte Kontrollen durch, dies mit dem Ziel die Sicherheit der Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen.