Oft treffen Polizistinnen und Polizisten bei ihrer Arbeit auf belastende Situationen. Umso schöner ist es, wenn sich ein vermeintlich ernster Sachverhalt als Irrtum oder Kuriosität herausstellt. Hier ein kleiner Rückblick auf das Jahr 2017.

Der Polizeialltag ist nicht immer einfach. Gewalt, Unfälle oder Todesfälle – vieles ist für Polizistinnen und Polizisten belastend. Es gibt aber auch Momente, in denen wir erleichtert lachen können. Insbesondere dann, wenn sich ein vermeintlich ernster Sachverhalt als Irrtum herausstellt. Gerne teilen wir einige Erlebnisse aus dem Jahr 2017 mit Ihnen.

Tierische Geschichten

Tierische Verwechslungen gibt es immer wieder. Aber lesen Sie selber…

Wo sich Schweine und Füchse gute Nacht sagen

Eine Automobilistin hat angeblich ein kleines Schwein am Fahrbahnrand in einer Wiese entdeckt. Als die Patrouille vor Ort eintraf, sahen die Polizisten einen Fuchs, der umgehend flüchtete. Dieser war wohl ob der Verwechslung mit einem pummeligen Schwein entsetzt und nahm sich vor, ab sofort mehr Sport zu treiben.

Zwei Huskys unter Diebstahlverdacht

Eine Bürgerin meldete uns zwei Huskys, die «mit einem Velo unterwegs» waren. Die ausgerückte Patrouille traf dann tatsächlich auf zwei Huskys, die allerdings entgegen der Erwartung nicht mit einem Velo fuhren, ein solches aber mit sich schleiften. Nach kurzer Abklärung konnte der Sachverhalt geklärt werden: Die Hundehalterin, die mit dem Velo und ihren zwei Huskys unterwegs war, hatte einen Unfall und war dabei gestürzt. Die Hunde hatten die günstige Gelegenheit genutzt, um sich aus dem Staub zu machen und dabei das Velo mitgeschleift. Verletzt hat sich bei dieser Aktion glücklicherweise niemand.

Wolf gesichtet

Nachdem uns die Sichtung eines Wolfs in der Stadt gemeldet wurde, rückte eine Patrouille an die Örtlichkeit aus. Dort traf sie auf einen Husky, welcher mit seinem Halter bei dessen Mutter zu Besuch war und etwas die Gegend inspizierte – auf allen vier Pfoten und ohne Velo. Wuff! 

Es brennt!

Feuer und Rauch sind meist gefährlich – aber nicht immer, wie die nachfolgenden Fälle zeigen.

Wenn der Schein (des Feuers) trügt

An einem Novemberabend meldete uns ein Bürger, dass er Flammen in einem Mehrfamilienhaus sehe. Umgehend rückten die Feuerwehr mit ca. 40 Mitarbeitenden samt zwei Tanklöschfahrzeugen, die Sanität mit einer Ambulanz und eine Polizeipatrouille aus. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Feuerschein trügte: Es handelte sich glücklicherweise um ein Feuer, welches still und friedlich im Cheminée vor sich hin brannte.

Grössere Rauchentwicklung aus Kamin

Ein aufmerksamer Bürger meldete via Notruf korrekterweise eine ungewöhnlich starke Rauchentwicklung aus einem Kamin. Umgehend boten wir die Feuerwehr und eine Patrouille auf. Vor Ort angekommen, stellte auch die Feuerwehr den gemeldeten Rauch fest. Erste Abklärungen ergaben, dass es sich glücklicherweise nicht um einen Brand handelte. Dabei stach aber ein eigenartiger Geruch in die feinen Feuerwehrnasen, worauf ein Kaminfeger aufgeboten wurde. Dieser nahm einen Augenschein – und siehe da: Im Kamin wurden Würste geräuchert. E Guete…

Blut an der Haustüre

Eine Mieterin hat neben der Haustüre ihrer Wohnung mögliche Blutspuren gesichtet und uns dies richtigerweise mitgeteilt. Umgehend rückten wir mit einer Patrouille an den möglichen Tatort aus. Am exakten Ort des Geschehens angetroffen, haben wir festgestellt, dass es sich um violettrote Schmierspuren handelt, die von einem Lippenstift oder Nagellack herrührten. Der vermeintliche Kampf oder Unfall entpuppte sich also als Kampf mit Kosmetika. Es musste scheinbar schnell gehen…

Unfall auf der Balz

Drei junge Männer waren mit ihrem Auto unterwegs, als sie eine Gruppe Frauen auf dem Trottoir sichteten und diese mit einem coolen Fahrmanöver beeindrucken wollten. Sie hupten und zogen die Handbremse. Nun geriet die vermeintlich «coole Aktion» aber aus dem Ruder bzw. aus der Fahrbahn. Der Lenker verlor die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte auf ein Bahngeleis, wo glücklicherweise keine Züge verkehrten. Verletzt wurde bei der Aktion niemand ausser der Stolz der drei jungen Herren. Sie werden hoffentlich zukünftig andere Strategien suchen, um Frauen zu beeindrucken. 

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Die genannten Fälle haben sich glücklicherweise als Irrtum bzw. harmlos herausgestellt. Es hätte jedoch auch anders sein können. Deshalb bitten wir Sie, bei Verdacht unbedingt immer den Notruf 112 oder 117 anzurufen. Wir rücken lieber einmal zu viel aus, als einmal zu wenig.