Hier im Blog und auch privat in meinem Umfeld habe ich schon viel von der Ausbildung an der Interkantonalen Polizeischule in Hitzkirch erzählt. Für unsere Angehörigen, aber auch für andere Interessierte ist es schön, wenn sie sich selber einen Einblick in den Campus und das Trainingsgelände verschaffen können. Diese Möglichkeit bot sich am Besuchstag.

Wie schnell die Zeit vergeht! Unsere Ausbildung neigt sich langsam, aber sicher dem Ende zu. Wir haben uns bereits für die Berufsprüfung angemeldet und sind damit beschäftigt, uns auf die Prüfungen vorzubereiten.

Bevor wir die Polizeischule in Hitzkirch vorübergehend verlassen, durften wir die Türen der IPH für zahlreiche Besucherinnen und Besucher öffnen. Bereits frühmorgens haben wir uns mit letzten Trainingseinheiten auf den Tag vorbereitet. Die Besucher sollten einen Einblick in unsere Ausbildung und die Räumlichkeiten, in denen wir ausgebildet werden, erhalten. Diverse unserer Partnerorganisationen stellten sich ebenfalls vor, so zum Beispiel die Feuerwehr. Ein Highlight unseres Partners Armee war sicherlich der Helikopter Super Puma, der während des Tages auf dem Fussballfeld landete und dort von den vielen Besuchern bestaunt werden konnte.

Stolz präsentieren wir das Erlernte

Wir Aspirantinnen und Aspiranten wurden alle an verschiedenen Orten und Posten eingeteilt, um zu helfen und wo nötig Auskunft zu geben. Ich durfte im Dojo (Trainingsraum Nahkampf) mithelfen und hatte dort abwechslungsweise die Rolle der Täterin oder des Opfers. Unser Ausbildner hatte ein Programm zusammengestellt, das wir dann halbstündlich vorführten. Dabei setzten wir auch verschiedene Einsatzmittel, wie den Einsatzstock oder den Pfefferspray ein – bei letzterem handelte es sich natürlich nur um ein Übungsspray für speziell solche Zwecke. In verschiedenen Szenarien wurden Zugriffs- und Festnahmetechniken vorgeführt.

Es hat mir grossen Spass gemacht, den Leuten einen Einblick in unseren Ausbildungsalltag zu geben. Das Wetter hat perfekt mitgespielt, so dass man sich draussen wie drinnen aufhalten konnte.

Natürlich war auch meine Familie nach Hitzkirch gereist, um nun einmal «in echt» zu sehen, wo und wie ich in dieser Zeit lebe.

Ein erster realer Einblick in das spätere Arbeitsleben

Kurz nach dem Besuchstag hat bereits unsere Praktikumszeit begonnen. Diese soll uns einen ersten realen Einblick in das spätere Arbeitsleben geben. Während der Praktikumsdauer gehen wir mit einem für uns zuständigen und erfahrenen Polizisten auf Patrouille. Danach kehren wir nur noch für fünf Wochen an die Schule zurück. Nach der absolvierten Berufsprüfung geht es dann nochmals für sechs Monate retour in den Kanton Bern nach Ittigen, also dorthin, wo im vergangenen Oktober alles begann.

Erst einmal haben wir nun aber unsere Koffer gepackt und sind für die fünf Wochen Praktikumszeit nach Hause gereist. Als Einstieg erwartete uns eine Woche Praxisausbildung in Ittigen, um uns mit den verschiedenen Programmen auf dem Computersystem vertraut zu machen.

Ein weiterer Schritt zur Arbeit als Polizistin

In Ittigen durften wir nun auch eine Verkehrskontrolle durchführen. Dies war natürlich wieder ein aufregendes erstes Erlebnis. Nach all den Übungsdurchgängen in der Schule und den zahlreichen Theoriestunden bezüglich des Strassenverkehrsrechts war es jetzt soweit: Endlich durften wir die erlernte Theorie umsetzen. Es hat mir grosse Freude gemacht, mit den Menschen draussen auf den Strassen zu arbeiten.

Entgegen meiner Vorstellungen reagierten die Verkehrsteilnehmer positiv auf uns. Das war eine wertvolle und schöne Erfahrung im Hinblick auf die nächsten vier Wochen, in denen wir als Polizistin bzw. als Polizist arbeiten werden. Wir besuchen dabei während zwei Wochen die Mobile Polizei und anschliessend nochmals während zwei Wochen die Stationierte Polizei.

Ich freue mich, die Praktikumszeit anzutreten und bin schon gespannt, was mich alles erwarten wird. Natürlich werde ich Ihnen in meinem nächsten Beitrag von meinen Erlebnissen berichten.